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Meine Geschichte
Hier lasse ich mal meine Mama erzählen:

„Mein Sohn, Noah, wurde geboren am 22.04.2003, um 09.38 Uhr, in der Universitäts-Frauenklinik in München: 54 cm groß, 3410 g schwer.

Es war schon früh zu erkennen, dass Noah sich nicht altersentsprechend entwickelte. Fehlende Bewegung, Aufrichtung, Sprachentwicklung etc.. Hinzu kam eine hohe Infektanfälligkeit und Nierenfunktionsstörung, aufgrund derer Noah in seinen ersten Lebensjahren ständig krank war und häufig über längere Zeiträume Antibiotika nehmen musste.            

Die zahlreichen Blutuntersuchungen ergaben keine Hinweise auf Gendefekte, Stoffwechselstörungen oder bestimmte Syndrome. Die Ursache für Noahs Behinderung ist bis heute unklar. Ein Zustand mit dem ich mich insofern anfreunden konnte, als dass es mir ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr wichtig war, „dem Kind einen Namen zu geben“, sofern es Noah nicht weiterhalf. Ich war viel zu sehr mit Noahs Gesundheit, Entwicklung und seiner Förderung beschäftigt, als dass das „Warum?“ viel Raum hätte einnehmen können.

Und Noah entwickelte sich weiter, in seinem eigenen Tempo zwar, aber immerhin. Es gab immer wieder kleine Fortschritte, die ich stolz festgehalten habe:

03.11.2003: Noah hat sein Händchen nach Lilly ausgestreckt
16.12.2003: Noah schüttelt sein Köpfchen hin und her
23.03.2004: Noah rollt!
30.01.2005: Noah sitzt allein

Im Sommer 2006 kam dann der große Schock: Noah musste am Gehirn operiert werden. Es hatte sich ein Tumor (Keimzelltumor) mit einer Zyste gebildet, der soviel Raum einnahm, dass er bereits aufs umliegende Gewebe drückte und den Abfluss der Hirnflüssigkeit behinderte. Die Operation war aufgrund der Lage des Tumors kompliziert. „Nochmal gehen wir da nicht dran“ (O-Ton der behandelnden Ärztin). ABER die Ärzte haben es geschafft und Noah hatte die 8stündige OP gut überstanden. Seitdem müssen wir regelmäßig zur Kontrolle um sicherzustellen, dass ein erneutes Wachstum ausbleibt. In kürze steht wieder ein Kontrolltermin mit MRT (Kernspin) und Lumbalpunktion (Entnahme der Rückenmarksflüssigkeit) unter Vollnarkose an und ich bin froh, wenn ich nach einem negativen Ergebnis wieder aufatmen kann.

Für Noah ging bereits kurz nach der Geburt der Krankenhaus- und Ärzte-Marathon los. Um es einmal in Zahlen auszudrücken:
 
20 Klinikaufenthalte,
13 Vollnarkosen,
194 Arztbesuche und Untersuchungen
 
Hinter diesen Zahlen stehen meine Sorgen und Ängste um mein Kind und Noahs Ängste und Schmerzen, die er erfahren musste.     

Es erscheint mir immer wieder wie ein kleines Wunder, dass sich Noah trotz allem sein sonniges Gemüt bewahrt hat und mir und jedem der Ärzte, die ihn behandelten, immer wieder von neuem Vertrauen entgegengebracht hat.

 

 

 

Mein größter Wunsch ist es, Noah eine Delphintherapie zu ermöglichen. Ich  bin überzeugt, dass Noah aus dieser Art der Therapie neue Impulse, Energie und Kraft schöpfen kann, um seinen Weg weiterzugehen; um vielleicht in naher Zukunft einen Fuß vor den anderen setzen und seiner Freude darüber auch in Worten Ausdruck geben zu können.“  

 

 

 

© Noah Brand & Familie | realisiert durch ausbelichtet.de
English Version by Christina Heger in cooperation with Tom Muirhead, Paul Strikwerda and Floriane Ballige